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Am 28. und 29. Juni fand in Hamburg die Ordentliche Mitgliederversammlung des FBDR 2018 statt. Der Nachmittag des ersten Tages stand ganz im Zeichen der Chancen des Anlagenbaus und der Rahmenbedingungen der Energiewende. Dr. Klaus Middeldorf, Conversio, referierte zu „analogen Skeptikern und digitalen Visionären“: Unter diesem zugespitzten Titel entwickelte Dr. Middeldorf im Folgenden ein Lesart von Industrie 4.0, die für den Anlagenbau in konkreten Einspar- und Entwicklungspotenzialen darstelle. Benjamin Düvel, BDEW, präsentierte unter dem Titel „Infrastruktur der Netze“ den Status des Netzausbaus in Deutschland: Zu langsam, zu gering und zu teuer – wegen aktuell notweniger Redispatch-Maßnahmen – geht der Ausbau voran.
 
Der SET teilt diese Sicht: Der schleppende Netzausbau ist von den ambitionierten EE-Ausbauzielen abgekoppelt. Netzseitige Maßnahmen lindern nur Symptome; hohe Redispatch-Kosten sind so mittlerweile zum neuen Kostentreiber der Energiewende geworden.
 
Zum Auftakt der Mitgliederversammlung am zweiten Tag analysierte der Vorsitzende des FDBR-Vorstandes Jörg Klasen die aktuelle Lage des Anlagenbaus in Deutschland. Dieser ist durch die Energiewende weiterhin extrem herausgefordert. Die Chancen für die Unternehmen im FDBR eines noch engeren Zusammengehens mit dem Industrieservice sollen ergebnisoffen analysiert werden.
 
„Es ist wichtig, zu diesen Herausforderungen deutlich Stellung zu beziehen“, betonte Geschäftsführer Dr. Maaß unter dem Titel „Die andere Arbeit des FDBR“ über die politischen Aktivitäten von FDBR und SET. Mit der Maxime „Klare Botschaften senden und Lösungen anbieten“ positioniere sich der FDBR immer sichtbarer. Der Verband ermögliche es, als Branche mit technischer Expertise einen Beitrag zur Versachlichung der energie- und industriepolitischen Debatte zu leisten, so Maaß weiter. Als hochaktuelles Beispiel führte er die Arbeit des SET im BDI an bezüglich der Einsetzung der „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ (s. hierzu unten: SET -Initiative „Zukunft ohne Kohle - Mit Menschen, Technologien, Unternehmen.“)
 
Im Folgenden berichtete auch AGFW-Geschäftsführer Andreas Lutsch des exemplarisch zu diesen Vorhabenüber über den aktuellen Stand der KWKG/EEG-Novelle (hierzu auch: SET aktuell 05/2018).

Die Vorträge sind für die Teilnehmer online abrufbar; weitere Interessenten sprechen hierfür bitte an Frau Linda Kaiser (mc@fdbr.de). Die nächste FDBR-Mitgliederversammlung findet am 27./28.06.2019 in Dresden im historischen Taschenbergpalais statt.

 
Vorträge
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WVIS-Branchenmonitor 2018


(13.07.2018) Der Wirtschaftsverband für Industrieservice e.V. (WVIS) hat den Branchenmonitor 2018 vorgestellt. Seit 2010 informiert der Branchenmonitor über die Trends und Entwicklungen des Industrieservice. Dazu werden Unternehmen aus dem Industrieservice und dessen Kundenunternehmen befragt. Der Branchenmonitor 2018 stellt fest: Auch dieses Jahr kann die Branche ein kräftiges Wachstum von durchschnittlich 4,7 Prozent vorweisen. Die Industriedienstleister haben in den letzten Jahren in ihrer digitalen Kompetenz aufgeholt und auf innovative Zukunftsthemen gesetzt. Der Industrieservice muss allerdings künftig noch stärker auf Kundenerwartungen reagieren und seine IT-Kompetenz stärken.

Widrige politische Rahmenbedingungen jedoch sind der größte Hemmschuh: Die Kostenbelastungen der Energiewende sind hier vor allem zu nennen; sie beschneiden die Investitionsfähigkeit der Kunden nachhaltig. Auch der verschleppte digitale Ausbau und der Fachkräftemangel schmälern das Wachstumspotenzial der Branche. WVIS-Geschäftsführer Dr. Reinhard Maaß kommentiert hierzu: „Die Bundesregierung handelt grob fahrlässig, indem sie die explodierenden Energiekosten, den Fachkräftemangel und den Ausbau der Glasfasernetze nicht endlich beherzt angeht. Für die Zukunft des Industriestandorts Deutschland ist diese Untätigkeit eine schwere Hypothek.“
 
Der Managementbericht ist als Download verfügbar. Den vollständigen Ergebnisbericht können WVIS-Mitgliedsunternehmen des kostenlos, Nichtmitglieder gegen Gebühr bestellen.
Managementbericht
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Deutsch-Chinesische Regierungskonsultationen und Wirtschaftsgespräche


Bundeskanzlerin Angela Merkel und der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang waren Gastgeber der 5. Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen am 09./10.07. in Berlin.
 
Parallel wurden Wirtschaftsgespräche geführt im Rahmen des „9. Deutsch-Chinesisches Forums für wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit“ unter der Ägide von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Staatssekretär Thomas Bareiß hochrangigen Wirtschaftsvertretern beider Länder.
 
Für den SET nahm Geschäftsführer Dr. Reinhard Maaß hieran teil. Im Zentrum der Gespräche standen die beiden Themenblöcke „Digitaler Wandel und Innovation“ mit Beiträgen von BASF; Siemens und SAP sowie „Umbau der Energieversorgung gestalten“.
 
Die Veranstaltung bestätigte das enorme Potenzial des chinesischen Marktes – unter anderem auch für Unternehmen im Anlagenbau und -service in Deutschland. Es wurden Wirtschaftsübereinkommen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 20 Mrd. Euro unterzeichnet. Gerade auch unter den aktuellen politischen Vorzeichen bleiben gleichberechtigter Marktzutritt für die Unternehmen und Know how-Schutz für die Unternehmen aktuelle Themen für ein Engagement in China.
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Rechtsfragen zur geplanten Beendigung der Kohleverstromung

 
Am 02.07. fand die vom Forum für Zukunftsenergien organsierte Veranstaltung mit dem Titel „Rechtsfragen im Kontext der geplanten Beendigung der Kohleverstromung“ in Berlin statt. Im Rahmen der juristisch ausgelegten Fachveranstaltung referierte Prof. Dr. Pielow, Wirtschaftsrechtler an der Ruhr-Universität Bochum, über die Verfassungsmäßigkeit des geplanten Kohleausstiegs.

Pielow schlussfolgerte, dass eine sofortige Abschaltung von Kraftwerken verfassungswidrig wäre. Vielmehr sei es eigentumsrechtlich erforderlich, einen Ausstieg einzelfallbezogen und flexibel auszugestalten. Dabei müsse auch der Beitrag der Kohleverstromung zur Versorgungssicherheit rechtlich gewürdigt werden: Bislang sei dies ein weißer Fleck in der juristischen Debatte, so Pielow.

In der Podiumsdiskussion betonte Staatssekretär Thomas Bareiß die Notwendigkeit eines breiten gesellschaftlichen Konsenses. Der klimapolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Lukas Köhler, zweifelte hingegen aufgrund der Besetzung der „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ an deren Fähigkeit, diesen gesellschaftlichen Konsens zu erzielen.

DEBRIV-Hauptgeschäftsführer Dr. Thorsten Diercks forderte dazu auf, dass die Kommission sich mit den Fragen der Versorgungssicherheit und Strukturpolitik befasse. Eine Beurteilung der heimischen Braunkohleverstromung nach CO2-Emissionen sei überdies verengt, da für andere Primärenergieträger Emissionen vorab nicht genügend berücksichtigt würden.

 
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SET-Initiative „Zukunft ohne Kohle - Mit Menschen, Technologien, Unternehmen.“

 
Parallel zur Arbeit der „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ hat der SET die Initiative „Zukunft ohne Kohle - Mit Menschen, Technologien, Unternehmen.“ ins Leben gerufen.
 
Die Initiative richtet sich in erster Linie an betroffene Unternehmen in FDBR und WVIS. Ziele der Initiative sind

 
  • fachliche Einschätzungen erarbeiten, in welchem Zeithorizont und wie ein Ende der Kohleverstromung ohne technologische Brüche und sozialen Verwerfungen erreichbar sein kann.
  • aufzeigen, welche Kompetenzen die Unternehmen des Anlagenbaus und Industrieservices in einen sinnvoll gestalteten Transformationsprozess einbringen können.
  • angemessene politische Rahmenbedingungen (und Unterstützungen) einfordern, damit die Unternehmen sich weiterhin erfolgreich entwickeln und ihrer Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern gerecht werden können.
 
Die Initiative wird aus den angefragten Unternehmenspositionen eine gemeinsame Branchenposition erarbeiten und diese in den politischen Betrieb einspielen.
 
Interessierte Unternehmen erhalten weitere Informationen beim SET (Hendrik Franke, h.franke@set-online.de) oder können sich unmittelbar unter set-online,de an der Initiative beteiligen.
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Wirtschaftsforum der SPD: Chemie warnt vor nationalem und europäischem CO2-Preis

 
Das Wirtschaftsforum der SPD diskutierte am 05.07. zum Thema „Kann der CO2-Mindestpreis das Erreichen der Klimaschutzziele 2030 unterstützen?“. Frank Schwabe (SPD), Mitglied im Umweltausschuss des Bundestags, befürwortete vehement einen CO2-Preis, verwies aber zugleich kontroverse Positionen hierzu innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion. Die SPD war von ihrer ursprünglichen Wahlforderung nach einem CO2-Preis unter Druck des wirtschaftspolitischen Flügels abgerückt.

Im anschließenden Podium diskutierten VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann, RWE Power AG-Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Weigand, Hans-Josef Zimmer, CTO von EnBW, und Johannes Lackmann von der Westphalen Wind Strom GmbH. Tillmann hob die Gefahren eines CO2-Preises für die Chemiebranche hervor. Der VCI setzt sich im Sinne gleicher Wettbewerbsbedingungen für einen globalen Mindestpreis ein. Zugleich warnte Tillmann davor, den mengenbasierten Emissionshandel um eine preisbasierte Komponente auf europäischer oder nationaler Ebene zu ergänzen. Der Emissionshandel erlaube eine effizientere und präzisere Erreichung von Klimaschutzzielen. Ein hybrides System aus Preis- und Mengensteuerung führe zu Ineffizienzen und Mehrfachbelastungen für die Branche.

 
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BDA für gezielten Stärkung der Fachkräftezuwanderung

 
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) veröffentlicht unter dem Titel „Fachkräftezuwanderung erleichtern – Umsetzungsprobleme lösen, Zuwanderungsrecht systematisieren und weiterentwickeln“ einen Sieben-Punkte-Plan für eine gezielte Stärkung der Fachkräftezuwanderung.
 
Darin befürwortet er ein Zuwanderungsgesetz, das
  • das bestehende Zuwanderungsrecht und die Verwaltungsverfahren deutlich vereinfacht,
  • die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen durch zentrale Zuständigkeiten vereinfacht und dabei auch Teilanerkennungen als Zuwanderungsvoraussetzung zulässt,
  • durch eine sog. „Talentcard“ Potenzialzuwanderung sowohl für beruflich Qualifizierte und als auch Auszubildende ermöglicht,
  • die sog. „Positivliste“ abschafft oder zumindest flexibilisiert, in der die Bundesagentur für Arbeit bisher Berufe mit Fachkräftemangel in Deutschland z.T. sehr strikt fixiert. (So z. B. ist es bisher einem Energie- und Kraftwerkstechniker bei Vorliegen eines Arbeitsangebotes eine Tätigkeit als Energie- und Gebäudetechniker nicht möglich, da beide Berufe zwar einer Berufsgruppe (Energietechnik), aber unterschiedlichen Berufsgattungen angehören.
 
Dabei unterscheidet der BDA eindeutig zwischen Fachkräftezuwanderung („wen brauchen wir“) und Zuwanderung von Geflüchteten („wer braucht uns“) mit humanitären Aufgaben im Vordergrund. Durch eine bessere Erschließung der Potenziale von Geflüchteten mit Bleibeperspektive das Problem wachsender Fachkräfteengpässe nicht allein gelöst werden, so der BDA.
 
Das BDA-Positionspapier kann beim SET unter h.franke@set-online.de angefragt werden.
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Redaktion: Hendrik Franke
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